Sandkasten mit Sonnensegel

Quelle: Unfallkasse Nordrhein-Westfalen www.sichere-kita.de

Informationen:

Zu den elementarsten Grundbedürfnissen von Kindern im Vorschulbereich gehört das Spiel mit Sand. Kaum ein anderer Bereich regt in dem Maße die Fantasie und die Sinneswahrnehmung der Kinder an und bietet so vile Variationsmöglichkeiten. Zu einem attraktiven Außengelände gehör also ein Sandspielbereich. Um im Sommer allerdings eine intensive bzw. schädliche Sonneneinwirkung auf die Kinder zuverhindern, ist ein ausreichender Sonnenschutz erforderlich.

  • Sandkasten_Sonnensegel

Folgende Faktoren müssen bei der Errichtung und Pflege eines Sandspielbereichs berücksichtigt werden:

  • Als Einfassungen besonders geeignet sind Holzelemente aus dauerhaften Kernhölzern oder druchimprägnierten Hölzern, Findligen, Betonsteine mit gerundenten Kanten u. Ä.
  • Einfassungen sollten umter Beachtung weiterer Spielfunktionen gewählt werden (z. B. Sitzen, Spielablage, Blancieren). Dabei ist zu beachten, dass ab freien Fallhöhen größer 0,60 m Anforderungen an den Boden auf der abgewandten Seite der Sandfläche entstehen.
  • Der Spielsand sollte bündig sein, mit Korngrößen von 0 mm bis 2 mm.
  • Der Unterbau muss wasserdurchlässig sein.
  • Die mechanische Reinigung des Spielsandes sollte regelmäßig durchgeführt werden.
  • Der Sandaustausch richtet sich nach dem Grad der Verunreinigung. Netzabdeckungen eignen sich gegen Verunreinigung durch Tiere.
  • Die Ausführung muss stabil und robust sein.
  • Spannseile oder Bodenhülsen dürfen keine Stolperstellen bzw. Hindernisse bilden und müssen gut erkennbar sein.

Sofern die Kindertageseinrichtung regelmäßig Wartungsmaßnahmen für Spielsand durchführt, können die Austauschintervalle bedarfsgerecht gestaltet werden.

Zu diesen Maßnahmen gehören insbesondere:

  • Regelmäßige Kontrollen des Spielsandbereiches auf Verunreinigung wie z. B. Tierkot, Scherben, Spritzen u. Ä. (u. U. täglich)
  • Abdecken des Spielsandbereiches mit einer geeigneten Plane bei Nichtbenutzung.
  • Bei Bedarf Untersuchungen von Sandproben durch das zuständige Gesundheitsamt.
  • Spielsand

Entscheinden für die Qualität eines Spielsandbereiches ist allerdings auch das Vorhandensein eines versickerungsfähigen Unterbaus (Drainschicht). Ist dieser vorhanden, so kann von einem Selbstreinigungseffekt des Sandes ausgegangen werden.

Laut einer Studie des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie beim Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart wird dem Spielsand ohnehin eine gewisse Selbstreinigungs-kapazität bescheinigt, der zufolge ein älterer Spielsand eher mit Verunreinigungen fertig wird, als dies z. B. bei einem neuen Spielsand zu erwarten ist.